Die Geschichte von Sivota

Die Geschichte von Sivota läßt sich bis 433 vor Christus zurückverfolgen. In diesem Jahr fand die größte Seeschlacht welche den Namen "Sivota" hatte, vor dem Ort wo sich heute der Hafen befindet statt. Da der Boden dort produktiv und fruchtbar war, siedelten sich Menschen nach der Seeschlacht an und benannten den Ort danach.

Was war das für eine Seeschlacht?

Es war die größte die in Griechenland je stattgefunden hatte. Folgendermaßen kam es dazu:  Alles begann damit das die Korfueinwohner das ganze Gebiet besetzten. Die Einwohner vom Gebiet "Epidamnus" (heute albanisches Territorium) schlossen sich mit den Korinthern zusammen. Verhandlungen wollten die Korinther nicht eingehen und schickten eine Expedition in dieses Gebiet. Dort angekommen wurden sie von der Flotte Korfus geschlagen. Im Verlauf des Sommers 433 v. Chr. lief eine starke korinthische Flotte aus um dieses Gebiet zurückzuerobern. Die Einwohner Korfus riefen die Athener zur Hilfe. Athen schickte ein Geschwader an Booten los. Die verschiedenen Flotten trafen an der Stelle wo sich heute Sivota befindet aufeinander und die Schlacht begann. Bis in die Nacht hinein hatten die Korinther ca. 70 Schiffe zerstört und tausende gefangen genommen. Aufgrund dessen setzten sie ein Siegeszeichen. Die Korfueinwohner zerstörten ca. 30 Schiffe. Nach Ankunft weiterer Athener konnten die Toten geborgen werden, welche in ihrer Nähe waren. Viele Korinterschiffe welche zur Hilfe gekommen waren, segelten zurück, da sie die Athener erblickten. Deshalb setzten auch die Korfueinwohner ein Siegeszeichen. So erhoben beide Teile Anspruch auf einen Sieg und das Gebiet wurde aufgeteilt.

Da das Meer an dieser Stelle sehr tief ist konnte noch heute nicht alles geborgen werden. Teilweise findet man dort immernoch Überreste der Seeschlacht.

Nun einige wichtige historische Ereignisse:

        Im Jahre 551 nach Christus wurde Sivota von einem der schlimmsten Erdbeben heimgesucht. Fast alle Gebäude zerfielen zu Ruinen. Im Bereich Epidamnus            starben  tausende Menschen.

        Zwischen dem 4. und 10. Jhd. nach Christus begannen die Angriffe Westeuropas. Das Dorf wurde von den Gothen zerstört.

        Lange Zeit vor der türkischen Besetzung wurde das Dorf "Viola" genannt. Nachdem die Türken 1449 die Stadt Ioannina eroberten und im Mai 1451            Konstantinopel, befand sich die Bevölkerung lange unter ottomanischer Herrschaft.

        1716 besetzte die ottomanische Armee die Stadt Korfu. Starker Widerstand des Grafen "Soulembourg" veranlasste die Türken die Besetzung bald wieder             aufzugeben.

        1717 geriet das Dorf unter venezianische Herrschaft und 1789 unter französische.

        1798 eroberte Ali Pasha mit Waffengewalt das Dorf und die umliegenden Städte. Die Stadt Parga widerstand den Truppen Ali Pashas am längsten.

        Nach dem Abkommen von Tilsit wurden 1807 die ionischen Inseln von den Engländern erworben. Nur Korfu blieb unter französischer Besetzung.

        1819 wurde Parga den Türken übergeben. Ali Pasha wurde Herrscher des Landes.

        Am 25.03.1821 hisste der Bischof von Patras die Flagge der griechischen Revolution welche das Volk zum Aufstand aufrief. Dadurch erlangte Griechenland            seine Unabhängigkeit zurück. Sivota jedoch blieb noch 90 Jahre unter türkischer Herrschaft.

        Am 30.03.1822 wurde eine kleine Flotte der Insel "Hydra" an der Küste gesichtet. Zweck dieser Expedition war der Versuch die Küstenbevölkerung zum            allgemeinen Aufstand gegen die Türken zu ermutigen. Das Ziel wurde nicht erreicht, da ein englisches Kriegsschiff von Korfu gesandt wurde und ihnen den            Rückzug befahl.

       1884 wurde auf der Sivota Insel "Mavro Oros" ein Leuchtturm erbaut.

        Nachdem am 21.02.1913 die Stadt Ioannina von der türkischen Herrschaft befreit wurde, feierte auch endlich Sivota seine Befreiung.